Sparen, Zinsen und Budget mit Revolut
Zum Sparen und fürs Haushaltsbudget reicht das kostenlose Standard-Konto. Pockets sortieren dein Geld nach Zielen[27], verzinst wird es dort aber nicht[30]. Auch fürs Haushaltsbudget brauchst du kein Abo. Ein teureres Abo bringt etwas höhere Zinsen, aber erst bei sehr großen Guthaben genug, um den Abo-Preis auszugleichen. Im Beispiel unten lohnt sich Metal erst ab etwa 20.667 €.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Pockets helfen beim Zurücklegen, bringen aber keine Zinsen.
- Zinsangaben unterscheiden sich je nach Seite. Maßgeblich ist der Satz in der App.
- Renditen steigen mit dem Abo, aber selten genug, um den Abo-Preis auszugleichen.
- Im Beispiel braucht Metal rund 20.667 € Guthaben, damit die Mehr-Rendite den Abo-Preis deckt.
- Fürs Budget reichen Pockets, Daueraufträge und virtuelle Karten aus dem kostenlosen Konto.
- Keine Anlageberatung: Hier stehen nur Funktionen und Zahlen aus den Quellen.
Inhalt (9 Abschnitte)
Pockets: Geld sortieren
„Sortiere dein Geld mit Pockets in verschiedene Kategorien, Ziele und Rechnungen.“[27] Pockets sind Unterkonten für Zwecke wie Urlaub, Miete oder Rücklagen. Revolut stellt klar: „Pockets sind keine Sparkonten und bringen keine Zinsen.“[30]
Praktisch heißt das: Pockets sind gut für Ordnung, nicht für Rendite. Mehr dazu unter Budget im Griff.
Budget im Griff: Pockets, Daueraufträge, Karten
| Werkzeug | Wofür | Quelle |
|---|---|---|
| Pockets | Geld nach Zweck trennen | [27] |
| Daueraufträge | Geld automatisch verteilen, z. B. aufs Gemeinschaftskonto | [26] |
| Virtuelle Karten | Abos und Online-Shops trennen | [5] |
| Einweg-Karte | einmalige Käufe in unbekannten Shops | [29] |
| Kartenkontrollen, Sperre | Ausgaben begrenzen, Missbrauch stoppen | [29] |
Beispiel: Monatsbudget mit Pockets
Ein ausgedachtes Netto-Einkommen von 1.800 € pro Monat, aufgeteilt auf fünf Pockets Beispiel:
Die Beträge sind frei gewählt und keine Empfehlung. Passe sie an dein Leben an.
Daueraufträge am Zahltag
Revolut beschreibt Daueraufträge fürs Gemeinschaftskonto („auf Autopilot“[26]) und fürs Taschengeld[30]. Für dein Budget heißt das: Lege die Aufteilung einmal fest und lass sie am Zahltag automatisch laufen — siehe auch die Zahltag-Regel unter Spar-Gewohnheiten. Ob sich Daueraufträge direkt in Pockets einrichten lassen, zeigt die App Nicht geprüft.
Kartenkontrollen und Einweg-Karten
- „Im Zweifel kannst du deine Karte in Sekunden sperren – und entsperren.“[29]
- Revolut nennt „Anpassen der Kartenkontrollen für noch sicherere Ausgaben“[29]
- Einweg-Karte: „Details für die virtuelle Karte, die nach jedem Kauf erneuert werden“[29]
Eigene Abos im Griff
- Leg eine eigene virtuelle Karte nur für Abos an (kostenlos[5]).
- Geh einmal im Quartal die Abbuchungen dieser Karte durch: Was nutzt du noch?
- Prüf, ob ein Dienst schon in einem Abo steckt, das du hast. Mehr unter Abos & Partner-Vorteile.
Zinsen: was Revolut angibt
- Ultra: „Erhalte bis zu 2.50% p.a. (variabel) Zinsen auf dein Erspartes“[13]. Die BaFin-Vergleichsseite nennt für Ultra einen Habenzins von 2,50 %, der „Bedingungen“ unterliegt[17].
- Werbeaussage: „Mit einem Flexiblen Konto wächst dein Geld und du erhältst bis zu 3,94 % Zinsen, täglich ausgezahlt. Auch in mehreren Währungen. Die Rendite variiert je nach Art deines Abonnements.“[27]
- Andere Abos: Die Sätze für Standard bis Metal beim Sparkonto habe ich nicht in einer datierten Quelle gefunden Nicht geprüft. Sie stehen in der App.
Flexible Geldmarktfonds
Revolut bietet in der App auch „Flexible Geldmarktfonds“ an. Ein Geldmarktfonds ist ein Fonds, kein Tagesgeld. Revolut nennt die Renditen als APY (APY kurz erklärt). Für Euro gibt der Hilfeartikel an: „EUR: Standard 1.21%, Plus 1.36%, Premium 1.81%, Metal 1.96%, Ultra 2.06%“, Stand 18.03.2026[32]. Kosten stehen im „Ex-ante Kosten- und Gebührenausweis“[32].
Lohnt sich ein Abo wegen der Zinsen?
Rechenbeispiel mit 10.000 € im Geldmarktfonds, Renditen Stand 18.03.2026[32], Abo-Preise jährlich[1][2][3][4]. Vereinfachung: Rendite über ein Jahr konstant, vor Steuern Beispiel.
| Abo | Rendite | Ertrag auf 10.000 € | Abo-Preis | Ertrag − Abo |
|---|---|---|---|---|
| Standard | 1,21 % | 121 € | 0 € | 121 € |
| Plus | 1,36 % | 136 € | 29,99 € | 106,01 € |
| Premium | 1,81 % | 181 € | 89 € | 92 € |
| Metal | 1,96 % | 196 € | 155 € | 41 € |
| Ultra | 2,06 % | 206 € | 650 € | −444 € |
Bei 10.000 € bringt Standard unterm Strich am meisten. Damit die Mehr-Rendite den Abo-Preis deckt, bräuchtest du in diesem Beispiel etwa:
- Plus: 19.994 €
- Premium: 14.834 €
- Metal: 20.667 €
- Ultra: 76.471 €
Rechnung: Abo-Preis ÷ (Rendite des Abos − Rendite Standard). Die Renditen ändern sich laufend. Nutze das Beispiel als Größenordnung, nicht als Prognose.
Steuern und Einlagensicherung
- Einlagensicherung: „Alle berechtigten Einlagen auf deinem Tagesgeldkonto, einschließlich des Ersparten deiner Kinder, sind bis zu 100.000 € durch das litauische Einlagenversicherungssystem geschützt.“[31] Eine andere Revolut-Seite nennt dagegen das deutsche System, siehe unten. Was genau geschützt ist und was nicht: Ist Revolut sicher?
- Steuern: Wie Revolut Kapitalertragsteuer auf Zinsen und Fondserträge behandelt, habe ich nicht geprüft Nicht geprüft. Die Angaben stehen in der App.
- Freistellungsauftrag: Ob und wie du einen in der App einrichtest, habe ich nicht geprüft.
Spar-Gewohnheiten, die helfen
- Zahltag-Regel: Direkt nach Gehaltseingang einen festen Betrag in eine Pocket schieben, per Dauerauftrag, wenn möglich.
- Ziele benennen: Eine Pocket pro Ziel macht sichtbar, wie weit du bist.
- Aufrunden: Revolut beschreibt Aufrundungen beim Kids & Teens Sparkonto: „Aktiviere Aufrundungen und jede Kartenzahlung wird auf den nächsten Euro aufgerundet – die Differenz geht direkt auf das Sparkonto.“[31]. Ob es die Funktion auch für dein eigenes Konto gibt, zeigt die App.
- Abos ausmisten: Doppelte Streaming- oder App-Abos kosten oft mehr als jeder Zinsvorteil. Siehe Abos & Partner-Vorteile.
Welches Abo reicht dafür?
Zum Sparen und fürs Budget reicht Standard. Wegen der Zinsen allein lohnt sich ein Abo nur bei sehr großen Guthaben.
| Du willst … | Reicht ab | Hinweis |
|---|---|---|
| Geld in Pockets nach Zielen sortieren | Standard | Pockets bringen keine Zinsen[27][30] |
| Virtuelle Karten, Einweg-Karte | Standard | virtuelle Karten kostenlos[5][29] |
| Gemeinsames Budget zu zweit | Standard | Gemeinschaftskonto laut Revolut kostenlos[26] |
| Zinsen auf Erspartes | Standard | Satz je Abo in der App; höhere Abos zahlen etwas mehr[32] |
| Höchste beworbene Zinsen | Ultra | rechnet sich laut Beispiel erst ab etwa 76.471 €[32][1] |
Mit deinen Zahlen nachrechnen: Planfinder.
Häufige Fragen
Bringen Pockets Zinsen?
Nein. Revolut schreibt: „Pockets sind keine Sparkonten und bringen keine Zinsen.“[30]
Brauche ich ein Abo für Pockets?
Revolut bewirbt Pockets auf der Budget-Seite ohne Abo-Hinweis. Welche Grenzen es je Abo gibt, habe ich nicht geprüft.[27]
Kann ich eine Karte nur für Abos nutzen?
Virtuelle Karten sind im Standard-Abo kostenlos. Eine eigene virtuelle Karte für Abos macht sichtbar, was regelmäßig abgebucht wird.[5]
Wie hoch sind die Zinsen bei Revolut?
Ist ein Geldmarktfonds dasselbe wie Tagesgeld?
Nein. Ein Geldmarktfonds ist ein Fonds. Revolut verweist für die Kosten auf einen eigenen Kosten- und Gebührenausweis. Die Renditen gibt Revolut als APY an, sie können sich täglich ändern.[32]
Sind meine Einlagen gesichert?
Laut Revolut sind berechtigte Einlagen bis 100.000 € über das litauische Einlagensicherungssystem geschützt.[31]
Gibt diese Seite Anlageempfehlungen?
Nein. Ich beschreibe nur Funktionen, Angaben und Gebühren aus den Quellen. Ob ein Produkt zu dir passt, entscheidest du selbst.