Revolut hat die Gebührenseiten zuletzt zum geändert[5]. Wir haben am nachgesehen. Quellen · Änderungen · Methodik

bunq oder Revolut? Konto, Reisen, Zinsen und IBAN im Vergleich

Kurz gesagt

Bei Kartenzahlungen im Ausland ist Revolut werktags meist günstiger; bunq punktet beim Bargeld und bei der Laufzeit. bunq nennt „nur 0,5 % Aufschlag“ auf jede Fremdwährungszahlung, im Free-Tarif ab 1.000 € im Jahr zusätzlich 1,5 %[169]. Revolut Standard ist werktags bis 1.000 € im Monat ohne Umtauschgebühr, Plus bis 3.000 €[1]. Dafür kann bunq laut eigener Seite Bargeld einzahlen[168], Revolut in Deutschland nicht[208].

  • bunq nimmt laut eigener Seite 0,5 % Aufschlag auf jede Fremdwährungszahlung; Revolut ist werktags bis zu einem Monatslimit frei.
  • Für kleine Urlaubsbudgets ist Revolut Standard meist günstiger, ab Plus fällt mit DE-IBAN bis 3.000 € im Monat gar nichts an.
  • bunq kann Bargeld einzahlen (laut bunq in Geschäften in Deutschland), Revolut in Deutschland nicht.
  • Beide geben Neukund*innen in Deutschland eine deutsche IBAN; die Konto-Einlagen sichern die Niederlande bzw. Litauen bis 100.000 €, neues Revolut-Tagesgeld (ab 04.08.2026) das deutsche System.
Inhalt (10 Abschnitte)
  1. Kurzantwort
  2. Tarife und Preise nebeneinander
  3. Kartenzahlung in Fremdwährung
  4. Bargeld im Ausland und zu Hause
  5. IBAN und Einlagensicherung
  6. Zinsen und Steuer
  7. Premium-Stufe kurz
  8. Wo bunq gewinnt, wo Revolut gewinnt
  9. Welches Revolut-Abo, wenn du bunq kennst?
  10. Häufige Fragen

Stand: 18.10.2026 · Revolut: Gebühren für Privatkunden und Hilfeseiten aus unserer Faktenbasis. bunq: Abo-Seite, Hilfe „Welche Pläne gibt es?“, Reise-Seite, Abheben-und-Einzahlen-Seite, Hilfe zu deutschen IBANs und Privatkonto-AGB (Stand 15.10.2026), abgerufen am 18.10.2026. Mit „Nicht geprüft“ markiert ist nur, was unser Faktencheck noch nicht bestätigt hat. Keine Steuer- oder Anlageberatung. Dieser Vergleich enthält keine Werbelinks.

Kurzantwort

Beide sind App-Konten aus dem EU-Ausland mit deutscher IBAN für Neukund*innen. Die Entscheidung fällt an drei Stellen: wie viel du im Ausland mit Karte zahlst, wie oft du Bargeld brauchst und ob du Bargeld einzahlen musst.

  • Eher Revolut, wenn du im Urlaub ein paar hundert bis wenige tausend Euro im Monat ausgibst und vor allem werktags zahlst[1].
  • Eher bunq, wenn du oft kleine Beträge abhebst, Bargeld einzahlen willst[168] oder ohne feste Laufzeit upgraden willst[172]. Einen festen Prozentsatz ohne Limit hast du ab Core[169].

Tarife und Preise nebeneinander

TarifPreis pro MonatLaufzeit
bunq Free0 €keine feste Mindestlaufzeit genannt[131][172]
bunq Core3,99 €wie Free; Herabstufung zum Ende des Abrechnungszeitraums[131][172]
bunq Pro9,99 €wie Core[131][172]
Revolut Standard0 €kein Abo[5]
Revolut Plus2,99 € (oder 29,99 € im Jahr)Monatsabo 3 Monate fest, Jahresabo 1 Jahr[4][6][6]
Revolut Premium8,99 € (oder 89 € im Jahr)wie Plus[3][6]

Ein Unterschied, den man leicht übersieht: Bei bunq nennt die Hilfe keinen festen Mindestvertrag[172]. Bei Revolut läuft ein bezahltes Monatsabo zuerst 3 Monate fest[6]. Wer nur für eine Reise upgraden will, ist bei bunq flexibler.

Karten und Tarife: bunq Free hat keine physische Karte, nur digitale Karten; Core hat eine physische Karte, die erste Bestellung ist frei, jede weitere kostet 9,99 €[245]. Bei Revolut Standard ist die erste Karte kostenlos, nur der Versand kostet[5]. bunq Core zahlt im Ausland keine zusätzlichen Fremdwährungsgebühren[130], Pro bringt 25 Konten und günstigeren Aktienhandel[130]. Revolut Plus und Premium heben vor allem die Umtausch- und Abhebelimits[1][1].

Kartenzahlung in Fremdwährung: 0,5 % gegen Monatslimit

bunqRevolut
Grundregel0,5 % Aufschlag auf den Kursmit DE-IBAN: Standard 1.000 €, Plus 3.000 € pro Monat frei; mit LT-IBAN: Standard und Plus je 1.000 €; danach 0,5 %; ab Premium ohne Limit[4][169][1]
Free/Standard über der Grenzeab 1.000 € im Jahr zusätzlich 1,5 %ab 1.000 € im Monat 0,5 %[169][1]
Wochenendenicht geprüftStandard 1 %, Plus 0,5 %; ab Premium nichts[5]

Rechenbeispiel Urlaub: 1.500 € bzw. 4.000 € Kartenzahlungen in Fremdwährung, alles werktags in einem Monat, erste Reise im Jahr. So lesen wir die Gebührenangaben (ohne Abo-Preis):

Tarif1.500 €4.000 €Rechnung
bunq Free15,00 €65,00 €0,5 % auf alles plus 1,5 % auf den Teil über 1.000 €
bunq Core oder Pro7,50 €20,00 €0,5 % auf alles
Revolut Standard2,50 €15,00 €0,5 % auf den Teil über 1.000 €
Revolut Plus (DE-IBAN)0 €5,00 €0,5 % auf den Teil über 3.000 €
Revolut Premium0 €0 €ohne Limit

Quellen:[169][1]. Auf den Aufschlag allein liegt Revolut in jeder Preisstufe gleichauf oder vorn, solange du werktags zahlst. Zwei Vorbehalte: Die Rechnung vergleicht nur die Aufschläge, nicht die Basiskurse der beiden Anbieter. Und zahlst du bei Revolut Standard einen Teil am Wochenende, kommt auf diesen Teil 1 % dazu[5]. An der Kasse gilt bei beiden: in Landeswährung zahlen, nicht in Euro, siehe Euro oder Landeswährung. Wie die Revolut-Limits genau greifen: Fremdwährung: Limits und Wochenende.

Bargeld im Ausland und zu Hause

bunqRevolut
Free/Standardjede Abhebung 2,99 €, nur an Automaten mit Apple Pay/Google Pay (keine physische Karte)200 € oder 5 Abhebungen im Monat frei, danach 2 %, mindestens 1 €[246][1]
Core/Pluserste 5 Abhebungen je 0,99 €, danach je 2,99 €200 € frei[246][1]
Pro/Premium6 Abhebungen frei, die nächsten 5 je 0,99 €, danach je 2,99 €400 € frei[246][167][1]
Bargeld einzahlenin Geschäften in DE, NL und AT über PaysafeCash oder Barzahlen; Gebühren und Limits nicht geprüft Nicht geprüftin Deutschland nicht möglich[168][208]

Zwei Abhebungen à 150 € kosten bei Revolut Standard 2 € (100 € über der Freigrenze)[1], bei bunq Free 5,98 € und bei Core 1,98 €[246]. Bei sechs Abhebungen im Monat zahlst du bei Core 7,94 € (5 × 0,99 € plus 2,99 €), bei Pro nichts[246]. Gezählt wird bei bunq je Abrechnungszeitraum, und der Automatenbetreiber kann eigene Gebühren nehmen[246]. Bei bunq zählt die Zahl der Abhebungen, bei Revolut der Betrag. Wer selten, aber viel auf einmal abhebt, fährt mit bunq Pro besser: Sechs Abhebungen à 300 € sind dort frei[167], bei Revolut Premium kosten die 1.400 € über der Freigrenze 28 €[1].

IBAN und Einlagensicherung (NL gegen LT/DE)

bunqRevolut
Deutsche IBANfür Neukund*innen mit deutscher Adresse in jedem Plan; ohne Wohnsitz in Deutschland nur mit Pro oder Eliteseit Oktober 2024 für Neukund*innen[241][150]
AufsichtBanklizenz der De Nederlandsche BankBank of Lithuania und EZB; BaFin für die deutsche Zweigniederlassung[172][146]
Einlagensicherungniederländisches System (AGB Nr. 16.1), bis 100.000 € pro Einleger*in, unabhängig vom Abo; E-Geld-Konten ausgenommenKonto: litauisches System, bis 100.000 €; Tagesgeld ab 04.08.2026: Treuhandkonto bei der Deutschen Bank, deutsches System bis 100.000 € (ältere Tagesgeldkonten: litauisch)[172][147][250]

Bei Gemeinschaftskonten zählt bei bunq der Schutz anteilig pro Kontoinhaber*in[172]; bei Revolut gilt die litauische Grenze für alle Einlagen bei der Revolut Bank UAB zusammen[147]; neues Tagesgeld liegt dagegen bei der Deutschen Bank[250]. Beide Sicherungen folgen derselben EU-Regel; der Unterschied ist das Land, das im Ernstfall auszahlt. Wichtig bei beiden: Was du anlegst, ist keine Einlage. Was bei Revolut gedeckt ist und was nicht, steht unter Einlagensicherung.

Zinsen und Steuer

bunq zahlt Zinsen nur auf Sparkonten, bis 100.000 € pro Person; Satz und Grenze können sich laut AGB ändern[172]. Seit 15.10.2026 nennt bunq 3,11 % Bonuszins über deiner persönlichen Schwelle, 1,61 % auf die ersten 10.000 € darunter und 1,51 % darüber; Neukund*innen ohne Schwelle bekommen 3,11 % auf alles bis 100.000 €[243]. Ältere bunq-Hilfeseiten nennen noch 1,51 % und 2,01 %; die sind überholt. Revolut nennt fürs Flexible Konto „bis zu 3,94 %“, je nach Abo[27]; dahinter stehen Geldmarktfonds, keine Bankeinlage, mit Verlustrisiko[153]. Die Sätze ändern sich oft; vergleich sie am Tag deiner Entscheidung in beiden Apps.

Steuerlich gibt es einen echten Unterschied: Bei bunq kannst du keinen Freistellungsauftrag stellen, die Zinsen gibst du selbst in der Steuererklärung an; bunq stellt dafür einen jährlichen Auszug mit den Zinsen bereit[242]. Wie Revolut das beim Tagesgeld regelt und wie der Freistellungsauftrag in der App geht, steht unter Revolut und Steuern. Das ist keine Steuerberatung; frag im Zweifel eine Steuerberater*in.

Premium-Stufe kurz: Elite gegen Metal und Ultra

bunq Elite kostet 18,99 € im Monat[131] und bringt unter anderem eine weltweite Reiseversicherung und 8 GB eSIM-Daten[130]; Revolut Metal kostet 15,99 €[2], Ultra 65 €[1], Reiseversicherung ist in beiden drin[6]. Die Versicherungssummen von Elite[198], Lounges und Laufzeiten vergleichen wir ausführlich im Premium-Konten-Vergleich.

Wo bunq gewinnt, wo Revolut gewinnt

Wo bunq gewinnt:

  • Kein Limit ab Core: gleicher Aufschlag, egal wie viel du umtauschst[169]. Ob bunq am Wochenende mehr nimmt, haben wir nicht geprüft; Revolut Standard tut es[5].
  • Flexibel upgraden: keine feste Mindestlaufzeit genannt[172].
  • Bargeld einzahlen in Geschäften, was bei Revolut in Deutschland gar nicht geht[168][208]. Was es kostet, haben wir nicht geprüft.
  • Viele Abhebungen: ab Pro 6 freie im Monat, unabhängig vom Betrag[167].

Wo Revolut gewinnt:

  • Kostenloses Konto, das im Ausland trägt: Standard ist bis 1.000 € im Monat ohne Umtauschgebühr[1]; bei bunq Free kostet jede Zahlung 0,5 % und jede Abhebung Geld[169].
  • Günstiger für normale Urlaube, siehe Rechenbeispiel.
  • Gemeinschaftskonto kostenlos in der App, mit eigenen Karten und Pockets[26].
  • Pockets fürs Reisebudget; sie bringen allerdings keine Zinsen[27].

Welches Abo reicht dafür?

Wer von bunq Free oder Core kommt und vor allem reist, braucht bei Revolut meist nur Standard (0 €). Plus (29,99 € im Jahr) lohnt, wenn du öfter mehr als 1.000 € im Monat umtauschst. Ultra (650 € im Jahr) ist für diese Frage nicht nötig.

Du willst …Reicht abHinweis
Urlaubsbudget bis 1.000 € im Monat Standard werktags ohne Umtauschgebühr[1]
Bis 3.000 € im Monat umtauschen Plus mit DE-IBAN; mit LT-IBAN auch bei Plus nur 1.000 €[1][4]
Am Wochenende ohne Aufschlag Premium [5]
Bargeld einzahlen kein Revolut-Abo [208]

Mit deinen Zahlen nachrechnen: Planfinder.

Quellen zur Einschätzung: [5][4][1][1]

Ob sich ein Abo für dich rechnet: Planfinder.

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Quellen[1][1]. Ergebnis ohne Gewähr, keine Beratung.

Häufige Fragen

Ist bunq oder Revolut günstiger im Ausland?

Für 1.500 € werktags in einem Monat zahlst du bei Revolut Standard 2,50 €, bei bunq Core 7,50 € Aufschlag. Auch bei 4.000 € liegt Revolut Standard mit 15 € vor bunq Core mit 20 €, solange du werktags zahlst.[1][169]

Haben beide eine deutsche IBAN?

Revolut gibt Neukund*innen seit Oktober 2024 eine deutsche IBAN; bunq jedem Neukunden mit deutscher Adresse, in jedem Plan.[150][241]

Wie sicher ist mein Geld?

Bei beiden sind berechtigte Einlagen bis 100.000 € gesichert, bei bunq über die Niederlande, beim Revolut-Konto über Litauen. Revolut-Tagesgeld, das ab dem 04.08.2026 eröffnet wurde, sichert das deutsche System über ein Treuhandkonto bei der Deutschen Bank. IBAN und Einlagensicherung.[172][147][250]